Seine Heiligkeit,  der 14. Dalai Lama erhält den German Speakers Global Award 2014 – I am listening

Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama erhält den German Speakers Global Award 2014 – I am listening

Stefan Götz im Gespräch mit Hermann J Kassel:
Bildhauer des Dalai Lama Awards

 

Stefan Götz: Hermann, warum ist das Hinhören für eine Rede so wichtig?

Geleitet von der Frage, was dem Wort und der guten Rede zugrunde liegt und vorausgeht, rückt das Hören, das Empfangen in den Mittelpunkt der Überlegungen für die Gestaltung des
“German Speakers Global Award 2014“ an seine Heiligkeit den Dalai Lama. Es ist das offene Wahrnehmen, Hinhören und Reflektieren, dass zur fundierten und empathisch geführten Rede befähigt.

 

Hermann_J_Kassel_I_am_Listening_Dalai_Lama

 

 

Stefan Götz: Hermann, was war Deine Leitidee bei dem Gewerk „I am listening“?


Hermann
: Bei der Frage nach der formalen Umsetzung dieser Gedanken hat nicht zuletzt die Tatsache, dass es sich um den GSA Global Award handelt, die Kugel als Grundform für diese Arbeit in den Fokus gerückt. Aber wie mittels einer Kugel, einer in sich so geschlossenen Form, die Wechselwirkung von Eindruck und Ausdruck, einem der wichtigen Merkmale einer Rede, transportieren?

Die Auseinandersetzung mit Nikolaus von Kues (Cusanus), einem der bedeutenden deutschen Philosophen, Theologen und Mathematiker aus dem 15. Jahrhundert und das von ihm entwickelte Spiel “de ludo globi“ (das Globusspiel) zeigte sich hier weiterführend. In diesem Spiel bildet die Kugel die zentrale Form. Doch hat diese Kugel, die Erde symbolisierend, eine „Delle“, eine konkave Einbuchtung, welche eine weitere, transzendentale Ebene und ihren Einfluss anzeigt. Diese Idee aufnehmend und weiter transformiert hat sich die Gestalt für die Arbeit dieses Preises gebildet.

Stefan Götz: Was hat die Kugel mit Senden und Empfangen auf sich?


Hermann:
Eine Kugel, in die sich imaginär eine zweite, transzendentale Kugel mit identischem Durchmesser bis zum Mittelpunkt der dinglichen Kugel konkav einwölbt, transportiert den Gedanken von Eindruck und Ausdruck und assoziiert dabei ein Gefäß, eine Schale, eine Klangschale. Um alle Achsen drehbar, ist die Kugel auf drei niedrigen Säulen und einer kreisrunden flachen Scheibe variabel positioniert.

Die mehrschichtige und hochglänzende Blattvergoldung der konkaven Einbuchtung sammelt, nimmt auf und konzentriert ebenso wie sie reflektiert und ausstrahlt. Eindruck und Ausdruck, Senden und Empfangen fallen hier gleichsam ineinander. Im Zentrum dieser vergoldeten Einbuchtung ist die Inschrift oder Aussage zu lesen:

“I am listening“


Stefan Götz: Vielen Dank für das Gespräch, Hermann.

 

Foto: s.H. der 14. Dalai Lama, Prof. Dr. Lothar Seiwert, Andreas Buhr (Präsident der GSA)
Foto: Manuel Bauer
Mehr Infos zur Entstehung des Awards „I am listening“ durch den Künstler Hermann J Kassel

 

 

 

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