Was ist das Potenzial der deutschen Wirtschaft

Was ist das Potenzial der deutschen Wirtschaft

Wöchentliche Inspirationen aus meinem neuen Buch „Change Leader inside“

 

Was ist ein Integrales Potenzial Mapping 7.0?

Es geht um eine tiefere Erforschung des wirkenden Bewusstseins einer Organisation, eines Unternehmens, einer Nation oder eines Systems. Durch das Gruppenfeld und die Gruppenintelligenz werden personale und transpersonale Räume erforscht, die Informationen enthalten, die jenseits einer kognitiven Stärken- Schwächenanalyse oder einer systemischen Hypothesenbildung liegen. Das limitierende Bewusstsein, dass sich aus den blinden Flecken der persönlichen Wahrnehmung ergibt, wird auf diese Weise erweitert. Durch Intuition und Präsenz wird eine Wahrnehmung ermöglicht, die tief liegende Fixierungen und unbewusste Potenziale einer Organisation oder eines Unternehmens offenlegt, greifbar und spürbar macht. Die auf dieser Basis gewonnenen Potenziale entfalten sich dann in einem zweiten Schritt zu konkreten neuen unternehmerischen Lösungen, die langfristig tragen und wirksam sind.

 

Stefan Götz: „Wo steht die deutsche Wirtschaft heute? Welche Energie hat sie? Welche unbewussten Teile, Blockaden gibt es? Was ist das Potenzial? Welche Aufgabe in der Welt hat sie?“

(S. B.) „Ich sehe zuerst mal das deutsche Land geographisch innerhalb von Europa und merke, wenn ich mich darauf einstimme, ist da eine ziemliche Wucht und Kraft. Dann spüre ich eine Liebe für das Ganze, also dieses Deutschland, das Wirtschaftssystem und die Kultur dieses Ganzen. Da ist ein Gefühl, als ob das enorme Gewicht von Deutschland durch diese Karte durchsinkt.“ (M. H.) „Als ob es seine eigenen Wurzeln kontaktiert, was ich sehr gesund empfinde. Nach dem letzten Krieg war Deutschland sehr erschüttert und jetzt ist ein gesunder Prozess im Gange – nicht nur für Deutschland, es kommt eine neue Zeit, so fühlt sich das an.“ (S. B.) „Es gibt enorm viel Bewegung im Wirtschaftssystem, sodass mir schwindlig wird und ich ein bisschen die Bodenhaftung verliere.“

 

In der deutschen Wirtschaft besteht die Tendenz, immer mehr zu tun und in Aktionismus zu verfallen.

 

(A. P.) „Wenn ich mich einfühle in die deutsche Wirtschaft, dann merke ich ein Hadern, weil ich diese Wucht auch in mir spüre, diese Form von Ausdehnung mit enorm viel Kraft und Intelligenz. Ich mag gar nicht richtig landen, irgendwas in mir zieht sich zusammen, ich beginne zu wanken mit meiner ganzen Kraft. Es kommen das Thema ‚Selbstwert’ und die Frage, ob ich das wirklich darf (lacht). Absurd, aber die deutsche Wirtschaft hadert mit ihrer Wucht.“ (T. S.) „Ja, das ergibt auch Sinn für mich.“

Wenn wir die Werte- und Sinnfrage nicht stellen, dann hebt die deutsche Wirtschaft immer weiter ab und wird sehr, sehr viel ungesünder, als sie es jetzt schon ist.

 

(T. S.) „Da gibt es einen ganz hohen Bedarf an Sinn, wobei Sinn nicht mit Zielen zu verwechseln ist. Es geht um die Einbettung in etwas Größeres, in etwas Integrierendes. Ein ethnozentrischer (gruppenbezogener) oder staatlicher Sinn greift nach meinem Gefühl zu kurz, es braucht eine größere Betrachtung.“

 

Stefan Götz: „Wie ist die deutsche Wirtschaft verbunden mit dem Hier und Jetzt? Wo ist die Verbindung zu den Menschen, zur Geschichte?“

Die Verbindung zur Basis fehlt. Um das zu kompensieren, versucht man, den Motor schneller zu drehen, als würde das mehr Stabilität geben.

 

(A. P.) „Wenn ich mich dahin verbinde, dann merke ich, das ist so heiß, da ist so viel Energie am Vibrieren. Ich weiß gar nicht, wer das überhaupt aushält. Es ist, als ob man sich die Finger auf einer heißen Platte verbrennt.“ (M. H.) „Wenn ich die Innen-Außenseiten-Betrachtung der 4 Quadranten (vgl. AQAL Modell nach Ken Wilber) mache, dann gibt es in Deutschland eine ganz starke moderne, sogar postmoderne Wirtschaft und Kultur, auch auf der mentalen, kognitiven Ebene, aber unsere Emotionalität hängt immer noch in diesem ethnozentrischen alten Sumpf fest, da hat es keine Entwicklung gegeben. Die Ebenen der Technik, der Kognition und der emotionalen Reife klaffen stark auseinander. Es gibt in der emotionalen Entwicklungslinie einen starken Nachholbedarf. Es sind ein oder zwei Generationen vergangen, seit in Deutschland etwas ziemlich Furchtbares generiert wurde für ganz Europa. Dass wir langsam an einen Punkt kommen, wo das überhaupt mal Raum findet und nicht mehr ausagiert, nicht mehr in Krankheit und auch nicht in Aktionismus verdrängt werden muss, sondern wirklich eine tiefere Betroffenheit für die Welt entstehen darf. Da gibt es für Deutschland, für die deutsche Wirtschaft eine Aufgabe, die nicht nur darin besteht, möglichst billig mit Hightech irgendwelche Teile herzustellen, sondern da kommt nun vermehrt diese Sinnfrage. Es wird mir noch mal deutlich, dass die emotionale Linie gekappt ist, was zu einer Fokussierung auf den Verstand und auf Ablenkung in Arbeit geht, die selbst ganz wenig reflektiert ist.“

Die Bewusstheit über emotionale Vorgänge ist unterentwickelt, es wird oft nicht gefühlt. Das führt zu einer Fokussierung auf den Verstand und die Ablenkung in der Arbeit.

 

Stefan Götz: „Wo gibt es in der deutschen Wirtschaft Felder, Gebiete oder Personen, die diese emotionalen Potenziale haben, leben oder tragen können?“

(M. H.) „Das Erste, was ich jetzt noch intuitiv wahrnehme, ist ein kollektiver Schock. Das ist der Grund, wieso man nicht in die Basis runterkommt. Da würde man den Schock fühlen. Denn die emotionale Linie ist bis zum Ethnozentrischen entwickelt, steckt aber noch in diesem Sumpf fest. Das ist der Sumpf, den ich auch fühle, wenn Gruppen zusammenkommen, eine Art kollektive Kontraktion.“

 

Die Individuen halten ihr Potential zurück und zeigen sich nicht ganz, als ob es gefährlich wäre, nach vorne oder in eine Führungsposition zu gehen.

(A. P.) „Und es ist auch spürbar, was das System für eine Kraft auf den Einzelnen hat. Wenn ich jetzt auf die Gesellschaft schaue, sehe ich diese schon weiterentwickelt. Aber wenn die Menschen im Unternehmen sind, dann fallen dieselben Menschen zurück in ihrer Entwicklung.“

Viele haben für sich eine wesentlich höhere Kompetenz entwickelt, als sie sich trauen, bei ihrer Arbeit und im Unternehmen einzubringen!

 

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